Ursprünge - Warschau ...

... war die Heimat meiner jüdischen Großmutter vor dem Krieg, und bis vor 10 Tagen war ich noch nicht dort gewesen (wie ich überhaupt nicht nicht in Polen war).

Dank der Initiative meiner Schwester habe ich es aber endlich dorthin geschafft, und es gibt mir ein gutes Gefühl: Zwar war es ein Ort des Leids, und von der Familie ist (fast) niemand mehr dort, die einzige Verbleibende spricht nur Polnisch und daher habe ich sie nichtmal angerufen.

Aber es ist eine schöne und lebendige Stadt, es gibt dort eine Erinnerungskultur, und wenn ich wollte, könnte ich dorthin ziehen.

Ich könnte, mit ein bisschen Hartnäckigkeit, vermutlich in der selben Straße wohnen, wie meine Großmutter damals. Ich könnte an der selben Universität studieren.

Das fühlt sich gut an; um es mit einem Bild auszudrücken: Ich habe die Vergangenheit in meinen persönlichen Raum ieingemeindet und bin darüber sehr erfreut.

Ganz nebenbei fand ich Warschau toll, und meine Vorurteile über Polen wurden (wie das mit Vorurteilen oft so ist) in keinster Weise bestätigt.

Ich fahre bestimmt nochmal dort hin.

14.9.09 14:05

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