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In den besten Familien ...

... z.B. auch in meiner, sind interreligiöse Ehen häufiger, als ich dachte. Das habe ich kürzlich bei einem international zusammengesetzten Familienbesuch festgestellt.

Lange hatte ich das Gefühl, "nicht richtig zur Familie zu gehören" - so als nicht-jüdisches Kind, das nichtmal Hebräisch spricht.

Aber was stellt sich heraus (außer, dass die Familie - im Gegensatz zu mir - noch blonder ist, als ich dachte)? Es gibt noch zwei jüdisch-nichtjüdische Ehen (in den USA), in denen es Kinder gibt und jeweils nur der Mann Jude ist.

Hat nur bisher keiner, mit dem ich gesprochen habe, erwähnt. Einen der Männer habe ich vor Jahren sogar mal kennengelernt - und stillschweigend angenommen, seine Kinder hätten eben eine jüdische Mutter.

So können also offensichtlich auch eigene Vorurteile dazu beitragen, dass einem das Leben schwerer wird als nötig.

3 Kommentare 5.7.09 10:08, kommentieren



Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...

... auf dem Campus Westend der Stiftungsuni Johann-Wolfang-Goethe-Universität in Frankfurt sind zwei Studentenwohnheime entstanden: ein katholisches und ein evangelisches.

Wie immer wieder betont wird, sind sie nicht christlichen Studierenden vorbehalten, sondern für Angehörige aller Religionen offen.

Nur, wenn die Religion für die Zulassung unwichtig ist, frage ich mich, warum z.B. das evangelische Studentenwerk sie auf den Bewerbungsformularen abfragt. (Im Übrigen wird dort auch danach gefragt, ob die "Bewerber" bereit sind, sich am Sozialleben im Haus zu beteiligten.)

 Vielleicht kann mir jemand erklären, wie das alles mit der Trennung von Staat und Kirche zusammengeht?

1 Kommentar 9.7.09 15:05, kommentieren

Allmählich geht es weiter

Zwar ist der Verein noch nicht eingetragen (das Vereinsregister bzw. Amtsgericht hat am Wochenende geschrieben, dass die Satzung nochmal überarbeitet und neu beschlossen werden muss, und das wird leider nochmal ein bisschen Zeit in Anspruch nehmen), aber:

Ich habe meine freie Zeit genutzt, um an einer Vereinswebseite zu basteln. In den nächsten Wochen werde ich die interaktiver gestalten; fürs Erste kann man nur die Anfänge (hoffentlich) bewundern. Ich bin bzw. wir sind jedenfalls ganz zufrieden damit.

Besonders erwünscht sind natürlich Hinweise dazu, was für Inhalte wir noch verlinken könnten bzw. Ideen, welche Informationen für die Webseite wichtig wären. Wir haben zwar eine Vorstellung, aber mal zu hören, wie der Bedarf bei anderen ist, wäre auch gut. 

15.7.09 23:22, kommentieren

Off Topic: Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Da war ich Anfang der Woche in Berlin, und obwohl ich, weil es mir einfach zu viele Informationen waren, nur einen Teil der Aussstellung im 2. Stock angeschaut habe, kann ich die Gedenkstätte empfehlen.

Besonders beeindruckt hat mich, was mir nicht so klar war, dass es zwischen den verschiedenen politischen Gruppierungen im Widerstand - zumindest irgendwann nach Beginn des 2. Weltkriegs, wenn ich das richtig verstanden habe - viele Verbindungen gab. Kommunisten mit Sozialisten mit Christen mit Konservativen mit Adligen mit Militärs. Darunter z.B. mit Brandt und Wehnert (unter den Exil-Widerständlern) auch Menschen, die nicht nur als Intellektuelle, sondern auch politisch maßgebend waren für die Nachkriegrepublik.

Sicherlich ein Thema, was sich lohnt, wenn mal Zeit ist ... 

1 Kommentar 23.7.09 20:59, kommentieren