Tagung in Zürich, November

Für November organisieren ich eine Tagung in Zürich mit.

Gemischte Familien und patrilineare Juden - hybride Identitäten des Jüdischen.

Sehr spannende Aktion; weitere Infos unter www.hybridejuedischeidentitaeten.org/tagung oder

www.hybridjewishidentities.org


2 Kommentare 19.4.12 21:22, kommentieren

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Bloggen aus Israel

Waehrend Deutschland - vermute ich - unter dem Nachweihnachtsblues und fiesem Winterwetter leidet, sitze ich im ueber 20 Grad warmen, sonnig-sommerlichen Israel und geniesse eine gut zweiwoechige Auszeit mit Kind. Da ich beruflich und privat in den letzten 3 Monaten viel Stress hatte, kann ich die Pause mehr als gut gebrauchen und merke, wie meine Lebensgeister wieder zunehmen.

Mir Kind erforsche ich die Spielplaetze und Cafes der Hauptstadt, goenne uns Cappucino bzw. Eis in ueberteuerten Strandcafes, und treffe auf gelegentlichen Ausfluegen Familienmitglieder. Die wenigen Brocken Hebraeisch, an die ich mich noch erinnere, helfen mir sehr bei der Kommunikation mit den verwandten Klein- und Kindergartenkindern. Nicht, dass ich wirklich verstehen wuerde, was sie sagen, aber meine Chancen beim Raten sind doch deutlich besser als frueher.

"Frueher" war vor 10 Jahren, als ich, damals noch mit Eltern und Geschwistern, fuer 2 Wochen Herbstferien in Israel war. Damals haben wir diverse Sehenswuerdigkeiten an allen moeglichen Ecken des Landes abgeklappert, ich konnte die Schilder garnicht lesen, und es war noch ziemlich heiss. Der Spaetpubertaet, in der ich damals steckte, entsprechend, war ich ausserdem damit beschaeftigt, Schnaeppchen auf dem Souvenirmarkt zu machen und habe wohl entsprechend wenig vom Land mitbekommen. Jedenfalls erinnere ich mich, neben wenigen wirklich beeindruckenden Sehenswuerdigkeiten, vor allem an die Namen von Shopping-geeigneten Hauptstrassen.

Diesmals ist es ganz anders: Das Wetter ist fruehsommerlich-mild, ich habe Zeit fuer Gespraeche mit meiner (Halb-)Tante, die noch waehrend des zweiten Weltkriegs in Osteuropa geboren wurde, dann nach Kriegsende ueber zehn Jahre in Deutschland gelebt hat, und schliesslich nach Israel emigriert ist. Ihre Kinder und Enkel beobachte ich, inzwischen selbst Mutter, ganz anders. Ausserdem kann ich mich an Strassenschildern etc. zumindest einigermassen orientieren. Witzigerweise werde ich staendig auf Hebraeisch angesprochen (keine Ahnung, worum es geht) - mit Kind sehe ich wohl nur wenig nach einer Touristin aus. Das geniesse ich sehr, auch wenn mir sehr deutlich wird, wie wenig ich dieses Land verstehe. "Zuhause", in Deutschland, stoert es mich, dass ich - vermutlich auf Grund meiner dunklen Haare & Augen - immer mal wieder gefragt werde, wo ich geboren wurde. Schoen, dass ich hier gegenteilige Erlebnisse habe.

Dennoch, zuhause ist und bleibt fuer mich Deutschland, mit allen Macken & Makeln, die es hat und allen Schwierigkeiten, die das Leben als Mensch mit teiljuedischem Hintergrund in Deutschland bietet. Wenn ich wieder zurueckkomme, das ist ein Ergebnis dieser Reise, werde ich mich wieder etwas staerker hinter die Arbeit an doppel:halb klemmen. Ich hoffe, den Schwung, den ich aus Israel mitbringe, kann ich ins Projekt hineintragen.

1 Kommentar 27.12.09 13:12, kommentieren

Inspirationen

Gestern war ich auf einer Veranstaltung zur Integration von Religion in die Interkulturelle Bildung:

 http://www.hausamdom.bistumlimburg.de/index.php?persongroup=&_1=253030&_0=15&sid=7a2a63566c36c5cf0c0bbcb521ea6f1b

 Ich fand die Veranstaltung äußerst anregend; habe ein paar Emailadressen mitgenommen und eine alte Bekannte wiedergetroffen und bin insgesamt angetan und euphorisiert. Ich sollte öfter auf Veranstaltungen gehen

1 Kommentar 8.11.09 04:04, kommentieren

Veranstaltungsankündigung

Seit fast einem Jahr beschäftigen wir uns nun mit der Idee zu einem Vereinsprojekt, das Menschen teiljüdischer Herkunft zusammenbringen, vernetzen und Raum für Austausch schaffen soll. Jetzt ist es endlich soweit!

Auch wenn wir noch mit der Bürokratie des Frankfurter Amtsgerichts um kleine Satzungsänderungen hadern, so existiert der Verein doppel:halb - Vereinigung von Menschen teiljüdischer Herkunft inzwischen. Es gibt eine Webpräsenz unter www.doppelhalb.de und es besteht die Möglichkeit des Austauschs im Rahmen unseres Forums.


Jetzt wollen wir uns an ein erstes Treffen wagen, um Menschen wiederzutreffen und andere kennenzulernen, mit denen wir in den letzten Wochen und Monaten Emailkontakt hatten. Wir freuen uns darauf, uns an einen Tisch zu setzen und uns auszutauschen!


Dazu laden wir am letzten Novemberwochenende (28. / 29. 11.) nach Frankfurt am Main ein. Genauere Infos zum Programm folgen; die Räumlichkeiten werden wir in Abhängigkeit vom Rücklauf organisieren. Gerne helfen wir auch, kostengünstige oder private Übernachtungsmöglichkeiten zu organisieren.


Wir würden uns freuen, wenn Ihr Euch den Termin freihaltet und uns schnellstmöglich Bescheid gebt, ob Ihr Lust habt, nach Frankfurt zu kommen. (Gegebenenfalls würden wir auch Mitfahrgelegenheiten vermitteln oder, wenn es daran hängt, über eine Fahrtkostenumlage o. ä. nachdenken und Kinderbetreuung organisieren.)

Selbstverständlich freuen wir uns auch über alle Anregungen, Ideen und Vorschläge für das Treffen und viel Besuch auf der Vereinshomepage – insbesondere dem Forum. Dort gibt es auch die Möglichkeit, Fragen zu stellen oder sich anzumelden.

P.S.: Solltet Ihr jemand kennen, der oder die ebenfalls Interesse an unserem Projekt allgemein oder, spezieller, dem Treffen im November haben könnte, würden wir uns sehr freuen, wenn Ihr diese Ankündigung weiterleitet!

1 Kommentar 23.10.09 01:06, kommentieren

Forum aktualisiert - Literatur

In unserem Forum habe ich drei Aufsätze zur sog. "Mischehe" im bzw. aus dem Judentum heraus verlinkt, die alle älteren Datums sind.

Weitere Literatur ist bestellt, und sobald ich sie gesichtet habe, werde ich auch eine Literaturliste einstellen.

1 Kommentar 10.10.09 13:26, kommentieren

Reformjudentum in Warschau

Nachdem ich kürzlich in Warschau war, bin ich inzwischen ganz zufällig über ein Interview mit einem amerikanischen Rabbi gestolpert, der an der liberalen Synagoge in Warschau ist:
zum Interview
Spannend fand ich insbesondere, wie der Rabbi die fragile(n) Identität(en) von jungen, polnischen Jüdinnen und Juden beschreibt. Und auch das positive Bild, das von Polen gegeben wird, hat mich gefreut. Ich kenne mich zwar viel weniger aus, aber der Bericht wirkte authentisch auf mich und hat sich soweit auch mit meinen, wenigen, Eindrücken gedeckt.

1 Kommentar 7.10.09 23:33, kommentieren

doppel:halb - es geht weiter :-)

Gerade habe ich neue Beiträge in unser noch ziemlich junges Forum eingestellt: http://www.doppelhalb.de/forum/

Die Gemeinnützigkeitsprüfung für den Verein liegt beim Finanzamt. Ich lerne etwas über Projektmanagement, Kostenplanung und Öffentlichkeits- und Pressearbeit, das unserem Projekt zu Gute kommen sollte.

Im Moment arbeiten wir motiviert. Daher: wenn Ihr jemand kennt, der eine gemischt jüdisch- nicht-jüdische Herkunft hat, schickt ihn oder sie bei uns vorbei. Wir freuen uns über alle, die sich im Forum oder anderweitig einbringen, bzw. uns sagen, warum sie kein Interesse haben ...

1 Kommentar 27.9.09 10:56, kommentieren